Gemeinsam mit Bernd Weber erlebten wir einen Schultag wie vor 70 Jahren. Damals war vieles anders als in der Keltenwallschule. In einer Klasse saßen bis zu 60 Jungen und Mädchen verschiedener Jahrgansstufen eng zusammen auf Bänken. Sie wurden von nur einem Lehrer unterrichtet.
Meist saßen die Jungen am Fenster und die Mädchen auf der anderen Seite. Man glaubte, dass die Jungen an der helleren Seite besser und mehr lernen konnten. Schließlich war die Schulbildung der Buben wichtiger als die der Mädchen. Zum Glück ist das heute nicht mehr so. Alle Kinder sollen in der Schule möglichst viel lernen.
Das Klassenzimmer wurde damals mit einem Kanonenofen geheizt. War das Brennmaterial knapp, mussten die Kinder Kohle von zuhause mitbringen. Die Kinder schrieben mit Griffeln auf Schiefertafeln. Sie wurden in den Fächern Schreiben, Schönschreiben, Rechnen, Malen und Heimatkunde unterrichtet. Kam man zu spät oder hatte die Hausaufgaben vergessen, wurden die Kinder noch mit dem Rohrstock bestraft.
Anschließend gab uns Herr Weber noch eine Führung in der St. Peterkirche, der Grabeskirche der hl. Lioba. In der Krypta konnten wir die ältesten Deckenmalereien in Deutschland besichtigen.
Es war ein spannender und interessanter Schulvormittag aber wir sind froh, dass die Schule heute nicht mehr so streng ist.


